Zucker-Schock für Deutschland: Warum unsere Kinder krank gemacht werden – und die Politik endlich handeln muss!

Ein Beitrag von

Johannes Wagner

Der Bundesrat beschäftigt sich heute mit der Zuckersteuer: Das ist längst überfällig!

Deutschland ist beim Thema Prävention Schlusslicht in Europa. Gleichzeitig explodieren die Zahlen: Übergewicht und Adipositas schon im Kindesalter, Typ-2-Diabetes, Karies. Vieles davon ist vermeidbar. Zuckergesüßte Getränke spielen dabei eine zentrale Rolle. Wir wissen das. Die Wissenschaft weiß das. Und trotzdem tut die Politik nichts.

Das ist nicht Eigenverantwortung. Das ist politisches Versagen.

Ein zentraler Grund dafür ist der massive Einfluss der Zucker- und Agrarlobby. Rübenbauern und Zuckerindustrie haben über Jahre hinweg politischen Druck aufgebaut, um strengere Regulierungen zu verhindern. Statt konsequenter Gesundheitsvorsorge dominieren wirtschaftliche Interessen – auf Kosten der Bevölkerung, insbesondere der Kinder. Gesundheit wird hinten angestellt, Profite stehen im Vordergrund.

Ich habe den Appell von foodwatch, DANK und vzbv unterschrieben. Gemeinsam mit über 2.900 weiteren Ärztinnen und Ärzten, darunter der Präsident der Bundesärztekammer und die Vorsitzende des Marburger Bundes, fordere ich die Ministerpräsident*innen auf:

Stimmen Sie in der bevorstehenden Bundesratsabstimmung für die Einführung einer wirksamen, nach Zuckergehalt gestaffelten Herstellerabgabe auf zuckergesüßte Getränke!

Andere Länder, wie Großbritannien, Frankreich und Mexiko, haben es vorgemacht: Eine gestaffelte Abgabe auf Softdrinks funktioniert. Sie senkt den Zuckergehalt in Produkten, reduziert den Konsum und entlastet langfristig unser Gesundheitssystem um Milliarden.

Kinder können sich aggressivem Marketing und billigen Zuckergetränken nicht entziehen. Wir als Politik können es. Und wir müssen es endlich tun.

Ein Kommentar von Werner Hoffmann

Zucker ist kein harmloser Genussstoff, sondern einer der größten Treiber moderner Volkskrankheiten. Er fördert Übergewicht, erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes und belastet langfristig unser gesamtes Gesundheitssystem. Besonders problematisch ist, dass Zucker von der Industrie gezielt und in großen Mengen als günstiger Geschmacksverstärker eingesetzt wird.

Genau hier setzt die Zuckersteuer an. Wird Zucker für Hersteller teurer, verliert er als billiger Zusatzstoff an Attraktivität. Die Folge: Produkte werden automatisch weniger stark gezuckert, gesünder und langfristig besser verträglich.

Es geht also nicht um Verbote, sondern um eine klare Lenkungswirkung. Weniger Zucker im Produkt bedeutet weniger Krankheit in der Bevölkerung – und genau das sollte das Ziel verantwortungsvoller Politik sein.

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Die perfiden Spiele der CSU – Teil 3 – Söder und die Zuckerlobby Butterlobby

Zum Vorlesen

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Ein Beitrag von

Werner Hoffmann

Demokrat der Mitte, weil Politik nicht den Wünschen der Konzerne, sondern den Bedürfnissen der Menschen dienen muss.

Markus Söder präsentiert sich gerne als Verteidiger bayerischer Traditionen – vom Schweinsbraten bis zur Butterbrezn.

Markus Söder und Hubertus Aiwanger – „Butter ist ein Stück Heimat… das schmeckt auch ohne Brot…“ KI-generierte Satire

Doch hinter der Idylle steckt knallharter Lobbyismus. Besonders auffällig: die enge Verbindung der CSU zur Zucker- und Butterlobby.

Während Gesundheitsexperten seit Jahren Alarm schlagen, weil

Übergewicht,

Diabetes

und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

in Deutschland dramatisch zunehmen,

blockiert die CSU konsequent strengere Auflagen für die Lebensmittelindustrie.

Anstatt über Zuckersteuern, Werbebeschränkungen oder verpflichtende Nährwertampeln ernsthaft zu diskutieren, heißt es aus Bayern:

„Finger weg von unseren Essgewohnheiten!“

Bauernverband, CSU und Freie Wähler in Bayern:- „Butter ist ein Stück Heimat… das schmeckt auch ohne Brot…“ KI-generierte Satire

Söder verkauft diese Blockade als Schutz vor Bevormundung – tatsächlich schützt er damit vor allem die Profite der Industrie.

Die Folgen sind absehbar: steigende Krankheitskosten, wachsende Belastungen für das Gesundheitssystem und eine ganze Generation, die mit ungesunden Ernährungsgewohnheiten aufwächst.

Butter-Bonzen lachen – während wir fürs Klima zahlen!.

Doch während die Allgemeinheit zahlt, profitieren Zuckerproduzenten, Milchverbände und die großen Lebensmittelkonzerne,

die ihre Produkte weiterhin ohne echte Regulierung vermarkten können.

Söder beherrscht das Spiel perfekt:

Er inszeniert jede Kritik an zu viel Zucker oder Fett als „Kampf gegen die bayerische Esskultur“.

Günther Felßner Präsident des Bay. Bauernverband Butter-Schock im Supermarkt: Diese Margarinen ruinieren Klima & Gesundheit – und das sind die echten Öko-Helden!

Er spricht von Tradition, Heimat und Lebensfreude – und stellt damit Wissenschaftler, Ärzte und Verbraucherschützer als humorlose Moralapostel dar.

Viele glauben immer noch, Butter sei ein harmloses Naturprodukt – schließlich kommt sie „nur“ aus Milch.

Doch die Realität ist ein ökologischer Albtraum:

Für ein Kilo Butter werden bis zu 24 Kilogramm CO₂-Emissionen freigesetzt, 5.000 Liter Wasser verbraucht und riesige Flächen für Tierhaltung und Futtermittelanbau geopfert. Methan aus Rinderhaltung, Überdüngung und Monokulturen machen Butter zu einem der klimaschädlichsten Lebensmittel überhaupt.

Für Frühstücksbrötchen an einem Morgen kann man 3 Mal duschen.

Ein einfaches Beispiel verdeutlicht die Dimension: Für eine 3-köpfige Familie, die beim Frühstück insgesamt 6 Brötchen mit je ca. 10 g Butter bestreicht, werden umgerechnet etwa 300 Liter Wasser für die Butterproduktion verbraucht – allein für diese eine Mahlzeit.

Butter im Umweltcheck: Das sind die besten Alternativen.

Butter im Umweltcheck: Das sind die besten Alternativen. Nachhaltigkeitsranking.

Genau in diesem Umdeuten liegt die Strategie:

Die CSU präsentiert sich als Verteidiger der Bürger, während sie in Wahrheit als Schutzmacht für Konzerne und Lobbygruppen agiert.

Dieses System ist gefährlich, weil es die Demokratie aushöhlt.

Bürger verlieren das Vertrauen, wenn sie merken, dass gesundheitliche Aufklärung und Vorsorge immer wieder an den Interessen mächtiger Industrien scheitern.

Statt Transparenz gibt es populistische Scheinargumente, statt Aufklärung ein „Weiter so“.

Das Muster ist altbekannt: Provokation, Verzerrung und die Opferrolle. Söder stellt die CSU als Opfer angeblicher „Verbotsparteien“ dar – während er gleichzeitig die Türen für Lobbyisten weit offenhält.

Und genau hier liegt der Punkt:

Die AfD ist nicht besser – sie fährt die gleiche Strategie, nur NOCH schriller und radikaler.

Mehr dazu:

https://blog-demokratie.de/?s=CSU

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