Alta taut auf! Vom Eis zur milden Phase – Wie sich das Klima im hohen Norden verändert (Teil 2)

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann.

Alta liegt mitten in der Arktis. Schon diese geografische Lage macht deutlich:

Hier oben gelten andere Maßstäbe.

Wer an Nordnorwegen denkt, stellt sich oft eine dauerhaft tiefgefrorene Welt vor – mit meterhohem Schnee, klirrender Kälte und monatelangem Frost. Doch genau dieses Bild beginnt sich zu verändern. Und zwar spürbar.

Alta liegt bei rund 69,97 Grad nördlicher Breite, also deutlich nördlich des Polarkreises. Bis zum Nordpol sind es in der Luftlinie etwa 2.300 Kilometer, nach Süden bis zum Polarkreis ungefähr 400 Kilometer. Alta liegt also mitten in der Arktis-Zone. Genau deshalb wirken die Veränderungen dort oben so eindrucksvoll. Denn wenn sich selbst in einer Region wie Alta das Wetter spürbar verschiebt, dann ist das kein kleines Detail, sondern ein deutliches Signal.

Früher war der März in Alta typischerweise wesentlich kälter. Für das Jahr 1976 lagen die typischen Temperaturen tagsüber oft bei etwa minus 3 bis minus 6 Grad Celsius. Nachts fielen die Werte häufig auf minus 10 bis minus 15 Grad. Kälteeinbrüche bis minus 20 Grad oder sogar darunter waren damals durchaus möglich. Das war kein kurzer Ausrutscher, sondern ein Klima, das den Winter im Norden wirklich ernst machte.

Heute sieht das Bild deutlich anders aus. Während des Aufenthalts lagen die Temperaturen tagsüber nur noch bei etwa plus 3 bis plus 4 Grad Celsius, nachts bei ungefähr minus 3 Grad. Auch in den folgenden Tagen sollten die Höchstwerte meist zwischen 0 und 6 Grad liegen, nachts nur noch leicht frostig. Das ist für Alta im März eine markante Verschiebung. Statt hartem Dauerfrost zeigt sich immer öfter eine mildere Phase, in der Schnee antaut, Straßen nass werden und die Landschaft nicht nur weiß, sondern teilweise schon dunkel, feucht und aufgebrochen wirkt.

Vom tiefen Frost zum Wechselspiel aus Tau und Kälte

Gerade dieses Wechselspiel ist heute besonders auffällig. Alta ist keineswegs plötzlich warm geworden. Noch immer kann es frieren, noch immer sind Schneefälle jederzeit möglich. Aber die Temperaturbereiche verschieben sich. Der Winter wirkt weniger stabil, weniger durchgehend eisig. Statt wochenlang verlässlichem Frost gibt es öfter Tage, an denen Tauwetter und Kälte direkt aufeinander folgen.

Das verändert die gesamte Umgebung. Schnee bleibt nicht mehr nur pulvrig und trocken, sondern wird schwer, nass und matschig. Eisflächen verlieren schneller ihre feste Oberfläche. Wege und Straßen werden rutschiger, weil sie tagsüber antauen und nachts wieder gefrieren. Dächer tropfen. Schneeränder sinken zusammen. Die Landschaft bleibt winterlich, aber sie zeigt schon Anzeichen eines früheren Übergangs.

Für Reisende mag das zunächst angenehm wirken. Spaziergänge fallen leichter, der Aufenthalt im Freien ist weniger schmerzhaft, und Temperaturen knapp über null fühlen sich im Vergleich zu früheren Polarwerten fast mild an. Doch genau darin steckt auch die eigentliche Botschaft: Selbst im hohen Norden wird die Kälte weniger selbstverständlich.

Warum Alta das besonders deutlich zeigt

Alta ist ein Ort, an dem man Wetter nicht nur sieht, sondern fast körperlich erlebt. Die Nähe zum Meer, die Fjorde, die Berge und die offenen Flächen sorgen dafür, dass sich Wetterlagen schnell ändern können. Ein sonniger Abschnitt mit hellem Licht kann binnen kurzer Zeit von Wind, Schneeschauern oder dunklen Wolken abgelöst werden. Genau diese Dynamik macht den Ort so faszinierend – und zugleich so sensibel für klimatische Veränderungen.

Wenn mildere Luftmassen häufiger bis in diese Region vordringen, dann merkt man das hier sofort. Nicht abstrakt in Diagrammen, sondern ganz direkt auf Straßen, an Häusern, an Schneefeldern und auf dem Wasser. Alta ist damit fast wie ein sichtbares Frühwarnsystem des Nordens.

Die Arktis gilt seit Jahren als eine Region, die sich besonders schnell erwärmt. Und auch wenn ein einzelner Aufenthalt keine wissenschaftliche Langzeitstudie ersetzt, so wird doch eines sofort deutlich: Das Wetter in Alta ist nicht mehr einfach nur klassisch polar, sondern zunehmend von Schwankungen und milderen Phasen geprägt.

Zwischen Schönheit und Warnsignal

Gerade darin liegt der Widerspruch. Die Landschaft bleibt atemberaubend schön. Schnee, Fjorde, Berge, Licht und Weite erzeugen weiterhin dieses einzigartige Gefühl von Norden, Stille und Größe. Und doch steckt in dieser Schönheit inzwischen auch ein Warnsignal. Denn wenn eine Region wie Alta im März häufiger Plusgrade erlebt, wenn frühere Durchschnittswerte deutlich kälter lagen und wenn sich das Erscheinungsbild des Winters sichtbar verändert, dann erzählt dieser Ort nicht nur von Natur – sondern auch von Wandel.

Alta ist deshalb mehr als ein Reiseziel. Alta ist ein Ort, an dem man den Unterschied zwischen früher und heute plötzlich greifbar vor Augen hat. Wo einst tiefer Frost dominierte, regieren heute häufiger Übergänge. Wo der Winter früher härter und beständiger war, zeigt er sich nun milder, wechselhafter und verletzlicher.

Gerade das macht Alta so eindrucksvoll: Man steht mitten in der Arktis – und sieht dort, wie selbst die Arktis nicht mehr dieselbe ist wie früher.

Fortsetzung folgt in Teil 3.

#Klimawandel #Alta #Norwegen #Arktis #Wetter

Titel 3b: Fossile Netzwerke im Europaparlament? Neue Chats belasten konservative und neoliberale Parteien

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann.

Seit Jahren wird diskutiert, ob konservative und wirtschaftsliberale – also neoliberale – Parteien in Europa eine ähnliche Grundmotivation in der Energiepolitik verfolgen.

Im Mittelpunkt steht der Vorwurf, dass fossile Geschäftsmodelle länger geschützt werden sollen, als es aus klimapolitischer Sicht sinnvoll wäre. Neue Recherchen zu internen Chats aus dem Umfeld der Europäischen Volkspartei (EVP) geben dieser Debatte nun neue Dynamik.

Die EVP, zu der unter anderem CDU und CSU gehören, gilt als stärkste Kraft im Europaparlament.

Laut Medienberichten sollen interne Nachrichten darauf hindeuten, dass Vertreter aus dem Umfeld von Manfred Weber strategische Abstimmungen mit rechten Parteien suchten.

Ziel könnte gewesen sein, Mehrheiten gegen bestimmte Umwelt- oder Klimaschutzmaßnahmen zu organisieren.

Inhaltlich zeigen sich seit Jahren Überschneidungen zwischen konservativen und neoliberalen Positionen: Häufig wird auf „Technologieoffenheit“ verwiesen, was in der Praxis auch bedeutet, fossile Energieträger wie Gas oder Öl länger im Energiemix zu belassen.

Herr Merz, leugnen und distanzieren hilft nicht mehr!

Kritiker sehen darin eine Verzögerung der Energiewende. Befürworter argumentieren dagegen mit Versorgungssicherheit, Industriepolitik und Wettbewerbsfähigkeit.

Auch Parteien wie FDP oder AfD betonen regelmäßig marktwirtschaftliche Lösungen und stehen strengen Regulierungsvorgaben skeptisch gegenüber. Dadurch entstehen politische Schnittmengen, die zwar nicht zwingend eine formale Zusammenarbeit bedeuten, aber zu ähnlichen Abstimmungsverhalten führen können.

Beobachter sprechen deshalb von einer „informellen fossilen Interessensgemeinschaft“. Diese speise sich aus wirtschaftlichen Netzwerken, industriepolitischen Traditionen und dem Einfluss energieintensiver Branchen. Besonders in Brüssel ist der Lobbydruck hoch. Unternehmen aus Öl-, Gas- und Kohlesektor zählen zu den aktivsten Interessenvertretern.

An Abartigkeit ist das Spiel von Katharina Reiche (CDU) nicht mehr zu überbieten!

Sollten sich die Vorwürfe einer gezielten Kooperation bestätigen, hätte das Auswirkungen auf das Vertrauen in europäische Klimapolitik. Gleichzeitig zeigt die Debatte, wie schwierig der Spagat zwischen Klimaschutz, Wirtschaftskraft und sozialer Stabilität bleibt.

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Wer ist Katherina Reiche?

Hier ein Recherchebeitrag

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Chemie lügt nicht! Warum eFuels Blödsinn ist

Quelle:
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/interne-chats-belegen-kooperation-von-webers-evp-mit-rechten,VDqeViR

#Energiepolitik
#FossileLobby
#Europaparlament
#Klimaschutz
#Politik

Unternehmen schlagen Alarm – Kritik an Energiepolitik von Katharina Reiche wächst

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann.

Danke Christian Stöcker, Ihr Artikel im Spiegel bringt es auf den Punkt.

Quelle: siehe unten*

Die Kritik an der Energiepolitik der Bundesregierung und insbesondere an der Linie von Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche nimmt zu. Immer mehr Unternehmen warnen davor, dass politische Entscheidungen die Energiewende bremsen und damit auch den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährden könnten.

Auslöser ist ein Appell zahlreicher Unternehmen, die eine klarere und verlässlichere Energiepolitik fordern. Ihrer Ansicht nach droht Deutschland beim Ausbau erneuerbarer Energien an Tempo zu verlieren. Gerade für Industrieunternehmen sei jedoch entscheidend, dass Energie langfristig bezahlbar, klimafreundlich und zuverlässig verfügbar ist.

Unternehmen benötigen vor allem Planungssicherheit. Investitionen in neue Anlagen, Wasserstofftechnologien oder klimaneutrale Produktionsprozesse laufen oft über Jahrzehnte. Wenn politische Rahmenbedingungen unsicher werden oder der Ausbau von Wind- und Solarenergie ins Stocken gerät, kann das Investitionen in andere Länder verlagern.

Viele Firmen sehen deshalb eine zentrale wirtschaftliche Frage:
Bleibt Deutschland ein führender Industriestandort der Energiewende – oder verliert das Land an Dynamik, während andere Staaten massiv in erneuerbare Energien investieren?

Denn eines ist klar: Strom aus Wind und Sonne wird weltweit immer günstiger. Gleichzeitig steigen die Risiken fossiler Energie durch geopolitische Abhängigkeiten und Preisschwankungen.

Deutschland steht damit energiepolitisch an einem Wendepunkt. Die kommenden Entscheidungen werden darüber bestimmen, wo künftig Fabriken entstehen, wo Innovation stattfindet und wo Arbeitsplätze geschaffen werden.

Ich gehöre zu keiner Partei, bin aber überzeugter demokratischer Europäer.

Und das beinhaltet auch, dass ich als Demokrat nicht für eine Monokontrolle der fossilen Energielobby oder Energiekonzerne bin, sondern auch für erneuerbare Energie einstehe, die durch Verbraucher und kommunale Unternehmen selbst gewonnen wird.

Denn bei erneuerbarer Energie fängt Demokratie erst richtig an.

Es ist völlig nachvollziehbar, dass

  • Gas- und Ölkonzerne,
  • Tankstellenlobby,
  • Energiekonzerne,
  • Verbrennerhersteller,
  • Kfz-Verbrenner-Werkstätten,
  • Verbrennerzulieferer

ihren Absatzweg möglichst ausschließlich für sich behalten wollen.

Aber die Zeit des AlteDeutscheMännerSyndrom (#ADMS) muss vorbei sein.

Ansonsten schaffen wir unsere eigene Lebensgrundlage ab.

#Energiewende #ErneuerbareEnergien #Energiepolitik #Deutschland #ADMS

Artikeluelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/energiewende-unternehmen-kritisieren-energiepolitik-von-katharina-reiche-scharf-a-a1825cf7-a4eb-48aa-84f1-a2bf8b1163dd

Kapitel 6a – Teil 10 -Die perfiden Fossil-Ideologen: Das Netzwerk der fossilen Verteidiger

Zum Vorlesen:

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann

Nach Friedrich Merz, Jens Spahn, Katherina Reiche, Markus Söder und Carsten Linnemann wird klar:

Es handelt sich nicht um Einzelpersonen mit zufälligen Positionen, sondern um ein Netzwerk der fossilen Verteidiger.

Alle nutzen unterschiedliche Rollen: Merz – der Strippenzieher mit BlackRock-Hintergrund.

Friedrich Merz Herunterspielen der Aktivitäten um nichts zu tun. Klimawandel ist ihm egal, Hauptsache BlackRock und die fossile Lobby. (ki-generiert).

Spahn – der „Realist“, der Klimaziele kleinredet. Reiche – die Drehtür-Politikerin zwischen Energiekonzernen und Ministerium.

Söder – der Populist, der Schlagzeilen wichtiger nimmt als Fakten. Linnemann – der Lobby-Übersetzer, der fossile Argumente in bürgernahe Worte verpackt.

Doch zusammen ergibt das ein Machtgefüge, das fossile Strukturen stabilisiert.

1. Gemeinsame Narrative

Ob „Realismus“, „Technologieoffenheit“ oder „Standortschutz“ – die Schlagworte ähneln sich bis ins Detail. Es sind Codes, die nach Vernunft klingen, aber in Wahrheit die Energiewende verzögern.

2. Einheitliche Lobby-Verbindungen

Alle fünf sind – direkt oder indirekt – mit Thinktanks, Verbänden oder Konzernen vernetzt, die Milliarden in Öl, Gas und Kohle investiert haben. Diese Netzwerke sichern Einfluss auf Gesetzgebung und öffentliche Debatten.

3. Strategisches Spiel mit der Angst

„Überforderung der Bürger“, „Gefährdung des Wohlstands“, „Jobverlust“ – das sind die Narrative, die immer wieder auftauchen. Sie verschieben die Debatte weg von Lösungen und hin zu Ängsten.

4. Politische Machtpositionen

Merz als CDU-Chef, Reiche als Wirtschaftsministerin, Linnemann als Generalsekretär, Söder als CSU-Chef, Spahn als einflussreicher Strippenzieher – sie sitzen an entscheidenden Hebeln.

5. Konsequenz für Deutschland

Dieses Netzwerk sorgt dafür, dass erneuerbare Bürgerenergie-Initiativen gebremst, Klimaziele relativiert und fossile Gewinne verlängert werden. Während Bürger über steigende Preise klagen, sichern sich Konzerne noch ein paar Jahre Milliardengewinne.

Was bleibt?

Die Fossil-Ideologen sind keine Einzelkämpfer, sondern ein perfides Kollektiv. Sie reden von Verantwortung, Heimat und Sicherheit – doch ihr Handeln bedeutet Stillstand, Abhängigkeit und Klimakrise.

Und genau das macht sie so gefährlich: Sie brauchen keinen offenen Kampf gegen Windräder oder Solaranlagen. Es reicht, wenn sie die Debatte verschieben, Zweifel säen und Gesetze verzögern.

So wird das 21. Jahrhundert zur Spielwiese für die Fossilelobby – und die Zukunft einer ganzen Generation aufs Spiel gesetzt.

#FossileLobby
#Politik
#Klimakrise
#Energiewende
#CDUCSU

Die perfiden Fossil-Ideologen, Kapitel 6a – Teil 8 – Markus Söder: Populismus statt Klimaschutz

Zum Vorlesen

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann

Wenn es einen Politiker gibt, der wie ein Chamäleon die Farben wechselt, dann ist es Markus Söder. Mal der grüne Bäumepflanzer, der im Trachtenjanker von Nachhaltigkeit schwärmt. Mal der harte Bremser, der Windräder verhindert, Bürgerinitiativen gegen erneuerbare Projekte bestärkt und das Verbrenner-Aus verteufelt.

Söder ist das perfekte Beispiel für eine Politik, die sich nicht an Fakten, sondern an Schlagzeilen orientiert. Klimakrise? Nebensache. Hauptsache: Applaus am Stammtisch und Schlagzeilen in der „Bild“-Zeitung.

1. Anti-Windkraft-Politik

Mit der berüchtigten 10H-Regel hat Söder die Windkraft in Bayern fast zum Erliegen gebracht. Ein einziges Windrad pro Jahr – während die Klimaziele kollabieren. Die 10H-Regel wird ganz unten erklärt.

2. Fossile Infrastruktur gestützt

Statt auf Speicher und Netze zu setzen, redet Söder von Gaskraftwerken und Technologieoffenheit – ein Codewort für: „Lasst uns mit Fossilen weitermachen.“

3. Angriff auf Klimabewegung

Fridays for Future? Söder nennt sie „naiv“ und „ideologisch“. Die Realität: Millionen Jugendliche haben mehr Weitblick als der CSU-Chef.

4. Verbrenner-Mythos

Er wettert gegen das EU-Verbrenner-Aus und verkauft die Mär, Bayern werde zur „Auto-Wüste“. In Wahrheit schützt er nur die fossile Auto-Lobby.

5. Opportunismus pur

2018 posierte Söder als „Klimaretter“ mit Baumsetzlingen. 2021 wetterte er gegen Solardächer auf Neubauten. Heute spricht er wieder von „Klimaschutz, aber realistisch“. Sein Kompass? Nicht das Klima, sondern die nächste Wahl.

6. Söders Doppelrolle

Er inszeniert sich als Landesvater, der angeblich alle Bürger schützt – tatsächlich schützt er nur Konzerne und fossile Milliardengeschäfte.

Was bleibt?

Markus Söder steht für eine Politik, die das Klima instrumentalisiert, aber nicht schützt. Er blockiert den Ausbau der Erneuerbaren, schwächt Bürgerenergie-Initiativen und verteidigt die fossile Vergangenheit.

Das Harte daran: Jeder verlorene Monat bremst die Energiewende und verschärft die Krise. Söder verkauft das als „bayerischen Realismus“. In Wahrheit ist es ein Verrat an kommenden Generationen.

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Was ist die 10H-Regel?

Die 10H-Regel ist ein bayerisches Gesetz, das 2014 unter der CSU-Regierung von Horst Seehofer eingeführt und von Markus Söder später vehement verteidigt wurde.

Inhalt der 10H-Regel:

Ein Windrad darf nur dann gebaut werden, wenn der Abstand zu Wohnhäusern mindestens das Zehnfache der Gesamthöhe der Anlage beträgt. Beispiel: Ist ein Windrad 200 Meter hoch, muss der Abstand zu Wohnhäusern mindestens 2.000 Meter betragen.

Folge:

Praktisch hat die 10H-Regel den Bau neuer Windräder in Bayern fast vollständig zum Erliegen gebracht. Vor 2014 wurden in Bayern regelmäßig dutzende neue Windräder genehmigt, nach Einführung der Regel waren es oft nur noch 1–2 pro Jahr. Kritiker sagen: Das war ein politisches Manöver der CSU, um Widerstand vor Ort zu bedienen – de facto aber ein Klimabremser-Gesetz.

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#Söder
#FossileLobby
#Politik
#Klimakrise
#Populismus

Aktuelle News zu Markus Söder

https://blog-demokratie.de/?s=Söder

Die perfiden Fossil-Ideologen, Kapitel 6a – Teil 11 – Tilman Kuban: Nachwuchs-Lobbyist im Dienste der Fossilen

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann

Tilman Kuban, ehemaliger Vorsitzender der Jungen Union und heute CDU-Bundestagsabgeordneter, gilt als Stimme der jungen Generation in der Union. Doch wer genauer hinhört, merkt schnell: Seine Rhetorik unterscheidet sich kaum von der der älteren fossilen Hardliner in CDU und CSU.

Kuban präsentiert sich gern als Modernisierer, als jemand, der die Sorgen der jungen Generation versteht. Doch in zentralen Fragen wie Klimaschutz, Energiewende und Industriepolitik zeigt sich: Er ist ein verlängerter Arm der fossilen Narrative, verpackt in jugendliche Worte.

1. Verteidiger des Verbrenners

Ob beim EU-Verbrenner-Aus oder beim Tempolimit – Kuban schlägt sich reflexartig auf die Seite der Autoindustrie. Unter dem Deckmantel der „Freiheit“ verteidigt er die fossile Mobilität von gestern.

2. Skepsis gegenüber Energiewende

Kuban ist bekannt für seine Aussage: „80 % Klimaschutz ist besser als 100 % leere Werkshallen.“ Damit spielt er die Interessen der Industrie gegen die Notwendigkeit ambitionierten Klimaschutzes aus. Doch diese Rechnung ist perfide: Sie blendet aus, dass Klimaschutz selbst Millionen Arbeitsplätze sichert und neue schafft.

3. Harte Gegenargumentation

Allein die erneuerbaren Energien stellen in Deutschland heute bereits über 350.000 Arbeitsplätze (Stand 2023, BMWK). Aufgeteilt in die Bereiche:

  • Windenergie: ca. 160.000 Jobs
  • Solarenergie (Photovoltaik & Solarthermie): ca. 60.000 Jobs
  • Biomasse (inkl. Biogas, feste und flüssige Brennstoffe): ca. 90.000 Jobs
  • Wasserkraft: ca. 10.000 Jobs
  • Erneuerbare-Forschung, Netze, Speicher & Dienstleistungen: ca. 30.000 Jobs

Diese Branchen wachsen – während die fossilen Industrien langfristig Arbeitsplätze abbauen. Wer also Klimaschutz bremst, schützt nicht Arbeitsplätze, sondern gefährdet sie.

4. Populistische Zuspitzungen

Kuban attackiert Klimabewegungen und NGOs, wirft ihnen „Ideologie“ und „Wohlstandsgefährdung“ vor – typische Schlagworte der fossilen Lobby, nur jugendlicher vorgetragen.

5. Nähe zur fossilen Wirtschaft

Sein politisches Umfeld und seine Förderer stammen häufig aus wirtschaftsnahen Netzwerken, die eng mit Energie- und Automobil-Lobbys verflochten sind.

6. Tarnung als „Jugendpolitik“

Kuban inszeniert sich als Anwalt der jungen Generation. Doch in Wahrheit vertritt er vor allem die Interessen jener Industrien, die den Jungen eine kaputte Zukunft hinterlassen.

Was bleibt?

Tilman Kuban ist das perfekte Beispiel für die nächste Generation der fossilen Verteidiger. Mit Sprüchen wie „80 % Klimaschutz“ stellt er sich als Pragmatiker dar – in Wahrheit aber betreibt er Klimabremse im Dienste fossiler Konzerne.

Statt Brücken in die Zukunft zu bauen, verteidigt er die Strukturen von gestern. So wird klar: Das Netzwerk der Fossil-Ideologen reicht bis in die Nachwuchsorganisationen der Union hinein – und die nächste Generation steht bereit, fossile Interessen mit jugendlichem Anstrich fortzuführen.

#Kuban
#FossileLobby
#CDU
#Klimakrise
#Politik

Warnung vor Extremwetter und Klimaveränderung

Sven #Plöger warnt eindringlich und leidenschaftlich vor den dramatischen Folgen der #Klimakatastrophe.

Er appeliert an uns alle, die Augen und den Kopf nicht länger zu verschließen und anzuerkennen, dass die sich häufenden #Extremwetterereignisse eine direkte Folge der zunehmenden #Erderhitzung sind:

„Da kommt ein #Tsunami auf uns zu.“

Wir müssen endlich, endlich viel schneller wirksame #Maßnahmen zur Begrenzung der Katastrophe ergreifen. Es ist allerhöchste Zeit!!!

Link zum Gespräch auf WDR:

https://www1.wdr.de/nachrichten/klima-sven-ploeger-100.html

Ausgebrannte Häuser, verkohlte Bäume: Anfang der Woche brannte es im französischen Departement Pyrenées-Orientale, nahe der spanischen Grenze. Zahllose Bäume und Buschwerk gerieten auf rund 500 Hektar Fläche in Brand. Die Feuerwehr musste mehrere Campingplätze räumen, über 3.000 Menschen verbrachten die Nacht in Notunterkünften.

All das ist kein Einzelfall im Sommer 2023. Seit Wochen brechen in Südeuropa immer wieder Waldbrände aus. Andere Regionen erleben Starkregen, Erdrutsche, riesige Hagelkörner. Alles noch normal oder ist die Häufigkeit dieser Ereignisse eine Folge des Klimawandels? Auskunft darüber gibt WDR-Meteorologe Sven Plöger.

WDR: Wo stehen wir diesen Sommer?

Sven Plöger: Wir müssen klar konstatieren, das ist das, was passiert, wenn sich das Klima ändert. Wir sorgen dafür, dass viel mehr Energie in der Atmosphäre, im Erdsystem insgesamt steckt, also auch in der Hydrosphäre und in den Ozeanen. Das bedeutet am Ende: Energie, die drin ist, kann freigesetzt werden. Genau das sehen wir jetzt. Wenn man mal ein bisschen zurückguckt in das, was die Wissenschaft vor 30, 40 Jahren gesagt hat, kann man eigentlich genau diese Entwicklung lesen und daher spüren, dass die Dinge in gewisser Weise erwartbar waren. 

Wir haben einige Veränderungen, die mir als Meteorologe Gedanken und Sorgen machen. Das Mittelmeer zum Beispiel ist zwei bis sechs Grad flächendeckend wärmer, als es normal sein soll. Das ist ein maritimes Feuer, was unter Wasser unheimlich viel Lebensraum vernichtet. Gleichzeitig haben wir disruptive Veränderungen im Nordatlantik. Temperaturen, die wir da flächendeckend noch nie gesehen haben. 

Insofern sage ich manchmal als Meteorologe: Da kommt ein Tsunami auf uns zu, ich sehe den als Meteorologe und sehe dann auch, dass ganz viele Menschen in der Gesellschaft den leider noch nicht sehen. Das brauchen wir eigentlich, um Antrieb zu bekommen, wirklich Dinge zu verändern.

WDR: Wo kann es hingehen? Welche Handlungsspielräume gibt es?

Plöger: Es ist natürlich ein riesenbreites Feld. Wir müssen zunächst einmal eine Haltung einnehmen. Wir haben als Gesellschaft eine Wunschwelt, in der wir leben und dafür habe ich ganz großes Verständnis. Ich bin ja auch Teil des Ganzen. Dann haben wir draußen aber eine physikalische Realität. Und Wunschwelt und Realität gehen mittlerweile immer weiter auseinander. Es gibt eine riesige Lücke. Irgendwann fällt das zurück und Kinder und Enkel werden das tragen müssen, wenn wir die Korrekturen nicht hinbekommen.

Diese große Korrektur bedeutet, Rahmenbedingungen zu schaffen, die dafür sorgen, dass derjenige, der die Umwelt verschmutzt, nicht reicher werden darf als der, der sie sauber hält. Aber das ist geopolitisch im Moment nicht einfach. Im Kleinen gibt es so viele Bereiche, die stets diskutiert werden. Aus meiner Sicht ist das Entscheidende: Darüber reden ist schön, aber wir müssen einfach anfangen zu handeln. Die Zeit läuft tatsächlich ab und da werden die Sorgen nicht geringer, die Kosten auch nicht und das Leid auch nicht. Insofern: Loslegen.

Die Fragen stellte Catherine Vogel in der Aktuellen Stunde am 15.08.2023. Dieses Interview wurde für die Onlinefassung leicht gekürzt.

Eintrag über Sven Plöger bei Wikipedia —> https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sven_Plöger

Anmerkung zum Artikel

Weitere Artikel und News kannst Du wie folgt abrufen:

Stichwort #Klima: Hierzu gibt es einige interessante Artikel bei diesem Link.

Erläuterung: Wenn man den ganzen Artikel lesen möchte, auf die Überschrift klicken. Dann wird gesamter Artikel sichtbar.

Wenn man danach auf zurück klickt ( <— ) dann kommt man wieder in Gesamtübersicht.

Stichwort Klimaänderung gibts einige Artikel —>

https://blog.forum-55plus.de/?s=Klima

—-/

Stichwort #Erneuerbare #Energie : Hierzu gibt es einige interessante Artikel bei diesem Link.

Erläuterung: Wenn man den ganzen Artikel lesen möchte, auf die Überschrift klicken. Dann wird gesamter Artikel sichtbar.

Wenn man danach auf zurück klickt ( <— ) dann kommt man wieder in Gesamtübersicht.

Stichwort „erneuerbare“ gibts einige Artikel —> https://blog.forum-55plus.de/?s=erneuerbare

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Reizthema Wärmepumpe

Stichwort #Wärmepumpe: Hierzu gibt es einige interessante Artikel bei diesem Link.

Erläuterung: Wenn man den ganzen Artikel lesen möchte, auf die Überschrift klicken. Dann wird gesamter Artikel sichtbar.

Wenn man danach auf zurück klickt ( <— ) dann kommt man wieder in Gesamtübersicht.

Stichwort Wärmepumpe gibts einige Artikel —>

https://blog.forum-55plus.de/?s=Wärmepumpe

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Zu #Atomstrom hier die NEWS

Wenn Du den ganzen Artikel lesen möchtest, auf die Überschrift klicken. Dann wird gesamter Artikel sichtbar.

Wenn man danach auf zurück klickt ( <— ) dann kommt man wieder in Übersicht.

—> https://blog.forum-55plus.de/?s=Atom

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#Gesternkleber Hier die aktuellen NEWS

Erläuterung: Wenn man den ganzen Artikel lesen möchte, auf die Überschrift klicken. Dann wird gesamter Artikel sichtbar.

Danach auf zurück klicken, ( <— ) dann kommt man wieder in Gesamtübersicht.

—>

https://blog.forum-55plus.de/?s=Gesternkleber

Die perfiden Fossil-Ideologen, Teil 1 – die im Dienste der fossilen Lobby stehen

DAS GROßE VERRATEN AN UNSERER ZUKUNFT – WIE CDU, CSU, AfD UND FREIE WÄHLER DEN KLIMASCHUTZ ABSÄGEN

Audioversion

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann


Deutschland am Scheideweg

Und was passiert bei uns in Deutschland?

Die perfide Strategie von CDU, CSU, AfD und die FW_Bayern marschieren Hand in Hand mit ihren politischen Obergurus:

  • CDU: Friedrich Merz, Carsten Linnemann, Jens Spahn, Katherina Reiche,
  • CSU: Markus Söder,
  • FW Bayern: Hubertus Aiwanger,
  • AfD: Alice Weidel, Tino Chrupalla,
  • EVP: Manfred Weber,

Die Drahtzieher im Hintergrund

Gefolgt wird dabei dem Ruf der einflussreichen Mediengiganten und Investoren:

  • Axel Springer mit BILD und WELT,
  • Burda mit dem Focus,
  • der fossile US-Investor KKR,
  • der Finanzgigant BlackRock.

Sie alle wirken zusammen, um den Kurs der Politik massiv zu beeinflussen.


Das Ziel: Das Ende des Verbrenner-Aus

Ab 2035 sollten in Europa keine neuen Verbrennerfahrzeuge mehr zugelassen werden.

Ein historischer Meilenstein für den Klimaschutz.
Doch genau dieses Ziel wollen die oben genannten Kräfte jetzt kaltblütig wieder abschaffen.

Warum?

Weil sie genau wissen, dass eFuel als Ausrede nicht funktioniert.

Es ist unrealistisch, teuer und ineffizient.


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Resümee

Während die Welt nach vorne blickt, hängen sich CDU, CSU, AfD und Freie Wähler an eine gescheiterte Technologie und blockieren die Zukunft.
Das Ergebnis: ein gigantischer Verrat an Klima, Gesellschaft und den kommenden Generationen.

Im Rahmen der Reihe:

„Die perfiden Fossil-Ideologen, die im Dienste der fossilen Lobby stehen

wird in einer mehrteiligen Reihe auf die Details eingegangen.

Sei gespannt, welche Details hier publiziert werden!

Weiter News über Fossil-Ideologen:

https://blog-demokratie.de/?s=Fossil-Ideologen

Weitere News über CDU:

https://blog-demokratie.de/?s=CDU

Weitere News über CSU:

https://blog-demokratie.de/?s=CSU

Weitere News über FDP:

https://blog-demokratie.de/?s=FDP

Weitere News über AfD:

https://blog-demokratie.de/?s=AfD

#FossileLobby

#CDU #CSU #AfD #FDP #EVP

Wenn der Süden kocht und der Norden friert: Kipppunkt Europa – Golfstrom bricht ein, Mittelmeer explodiert.

Ein Beitrag von Werner Hoffmann – Demokratie der Mitte, weil Wetter keine Meinung ist, sondern Physik

🔥 Klimachaos mit Ansage – und wir stehen mittendrin

Immer öfter hören wir: „Es ist halt ein heißer Sommer“, „Das Wetter war schon immer verrückt“, oder „Die Natur regelt das schon.“

Doch diese Sätze sind längst gefährlich verharmlosend.

Die Realität ist: Europa befindet sich im Zentrum mehrerer sich gegenseitig verstärkender Kipppunkte, die unser Wetter und Klima grundlegend verändern.

Zwei dieser Kipppunkte sind jetzt schon aktiv – und sie bedrohen in ihrer Kombination unsere Infrastruktur, unsere Landwirtschaft und unsere Sicherheit:

Der Golfstrom (AMOC) lässt nach.

Das Mittelmeer heizt sich dramatisch auf.

🌊 Der Golfstrom schwächelt – Europas Heizsystem fällt aus

Der Golfstrom – oder technisch: die „Atlantische Meridionale Umwälzzirkulation“ (AMOC) – ist ein globales Wärmetransportsystem, das wie ein gigantisches Förderband funktioniert: Warmwasser fließt vom Golf von Mexiko nach Nordeuropa, kühlt dort ab, sinkt ab und fließt in der Tiefe zurück.

Doch dieses System verlangsamt sich rapide. Wissenschaftler der Universität Kopenhagen und der Universität Utrecht warnten 2023 in einer Studie im Nature Climate and Atmospheric Science, dass ein vollständiger Kollaps der AMOC bis 2050 nicht ausgeschlossen werden kann – mit dramatischen Folgen:

  • West- und Nordeuropa: sinkende Temperaturen im Winter, gleichzeitig mehr Wetterextreme durch Jetstream-Störungen
  • Grönland: beschleunigtes Abschmelzen der Eisschilde
  • Afrika und Südamerika: veränderte Monsunzyklen, Dürren, Hungerkrisen

Besonders besorgniserregend:

Der Jetstream, unser Wettermotor in der oberen Atmosphäre, wird durch die AMOC-Abschwächung immer instabiler.

Das bedeutet:

Wetterlagen „hängen fest“, es kommt zu anhaltenden Hitzewellen, aber auch zu Dauerregen, Sturzfluten und Kälteinseln mitten im Sommer.

🌡️ Das Mittelmeer – ein brodelnder Hitzekessel voller Energie

Während der Norden durch den schwächelnden Golfstrom abkühlt, geschieht im Süden das Gegenteil:

Das Mittelmeer erwärmt sich mit bis zu 0,5 Grad pro Jahrzehnt – rund 70 % schneller als der globale Durchschnitt.

  • Mehr Verdunstung → mehr Wasserdampf in der Atmosphäre
  • Mehr Feuchtigkeit → mehr Energie für Unwetter, Starkregen, Hagel, Gewitter
  • Heißere Sommernächte, Tropennächte über Wochen hinweg
  • Wassertemperaturen wie in der Karibik – mit Auswirkungen auf Fischerei, Tourismus und Biodiversität

Die Folge ist eine extreme Labilisierung der Atmosphäre:

Heiße, feuchte Luft steigt auf und trifft – etwa über dem Alpenraum oder Mitteleuropa – auf kühlere Luftmassen aus Nordwesten. Das Ergebnis sind Wetterlagen, die wir so in Europa noch nie erlebt haben:
Tornados in Tschechien. Sturzfluten in Österreich. Hagelgeschosse in Italien. Tropennächte in Deutschland.

⚠️ Wenn Hoch auf Tief trifft: Europa als Kampfzone der Luftmassen

Genau hier greift die zutreffende Beobachtung von Magnus Rembold:

Das Mittelmeer produziert zunehmend tropische Luftmassen, die mit extrem viel Feuchtigkeit gesättigt sind.

Diese wandern in Richtung Norden – während aus dem Atlantik oder der Nordsee kühle Tiefdruckgebiete nach Süden drängen.

Die Folge:

Ein Clash der Giganten.
Die Kollision dieser Luftmassen erzeugt sogenannte Sturmkorridore, in denen sich Extremwetter entlädt:

  • Superzellen und Tornados
  • Heftige Gewitter mit Starkregen binnen Minuten
  • „Hitzekleber“: langanhaltende Hochdruckgebiete mit Temperaturen über 40 °C
  • Flusshochwasser und urbane Überschwemmungen

Diese Phänomene sind nicht mehr die Ausnahme, sondern die neue Normalität.

🧠 Und jetzt? Was wir verstehen müssen

Die Debatte „ob der Mensch am Klimawandel schuld sei“ ist wissenschaftlich längst beendet.
Die relevante Frage ist heute: Wie stoppen wir das Fortschreiten dieser Kipppunkte – bevor sie unumkehrbar werden?

  • Ein schwächerer Golfstrom ist kein Wetterphänomen, sondern ein Symptom globaler Erwärmung durch CO₂-Ausstoß.
  • Ein heißes Mittelmeer ist kein Urlaubsparadies, sondern ein potenzieller Brutkasten für Wetterextreme und soziale Verwerfungen.
  • Europa muss verstehen, dass es nicht „irgendwann betroffen sein wird“ – sondern längst im Epizentrum dieser Klimaentwicklung steht.

🧯 Fazit: Nicht das Klima ändert sich – wir müssen uns ändern

Der Mensch hat das Klima destabilisiert – aber wir sind auch die Einzigen, die es jetzt noch stabilisieren können.
Doch dafür braucht es:

  • Eine radikale Energie- und Verkehrswende
  • Den sofortigen Ausstieg aus fossilen Energien
  • Klimaanpassung in Stadtplanung, Landwirtschaft und Katastrophenschutz
  • Und vor allem: Ehrlichkeit in der politischen Kommunikation

Wer das heute noch als „Panikmache“ diffamiert, verkennt nicht nur die Daten – sondern spielt mit der Zukunft unserer Kinder.


📣 Hashtags:
#KipppunktEuropa #Golfstrom #KlimakriseJetzt #Extremwetter #MittelmeerHitzekessel

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Teil 2:

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🧊 Warum der Golfstrom ins Stocken gerät – und das Mittelmeer zum Hitzekessel wird

Ein ergänzender Beitrag von Werner Hoffmann – Demokratie der Mitte, weil Ursache und Wirkung endlich verstanden werden müssen

🌍 Zwei Ursachen – ein zerstörerisches Zusammenspiel

Die dramatische Entwicklung, die wir aktuell rund um Golfstrom, Extremwetter und ein überhitztes Mittelmeer erleben, ist kein Zufall – sie ist die Folge zweier klar benennbarer Prozesse:

  • Das Schmelzen der Gletscher auf Grönland und dem arktischen Festland
  • Die durch Menschen verursachte globale Erwärmung – insbesondere auch rund um das Mittelmeer

Beide Entwicklungen destabilisieren nicht nur ihre jeweilige Region – sie verstärken sich gegenseitig und treiben Europa an einen gefährlichen Kipppunkt.

🧊 1. Grönlands Gletscherschmelze – Süßwasser bremst den Golfstrom

Die AMOC (Atlantische Umwälzströmung) funktioniert wie ein Förderband:

Warmes, salzhaltiges Wasser strömt nach Norden, kühlt dort ab, sinkt in der Tiefe ab – und zieht kaltes Wasser nach.

Doch durch das Abschmelzen der Gletscher gelangt immer mehr Süßwasser in den Nordatlantik:

  • Es ist leichter als Salzwasser
  • Verhindert das Absinken der Strömung
  • Bremst den gesamten Golfstrom

➡️ Weniger Wärme wird nach Europa transportiert.

Die Folge: Hitzestaus im Süden, Kälteinseln im Norden – und ein gestörter Jetstream.

🔥 2. Das überhitzte Mittelmeer – Feuchtigkeitsschleuder Europas

Das Mittelmeer erwärmt sich 70 % schneller als der globale Durchschnitt. Gründe sind:

  • CO₂-Emissionen durch fossile Energien
  • Verbauung der Küstenzonen
  • Abholzung im Mittelmeerraum
  • Mehr Sonnenstunden durch veränderte Wolkenbildung

➡️ Ergebnis:

Mehr Verdunstung, mehr Feuchtigkeit, mehr Energie für Starkregen, Hagel, Gewitter und Tropennächte.

♻️ Ein Teufelskreis aus Wärme, Wasser und Wetterchaos

Der Zusammenhang ist klar:

  • Golfstrom bremst → weniger Wärmeaustausch
  • Mittelmeer überhitzt → mehr Energie in der Atmosphäre

Je stärker das eine wird, desto mehr beschleunigt sich das andere. Wir erleben einen Teufelskreis.

🚨 Fazit: Die Kipppunkte sind real – die Verantwortung auch

Was sich hier abspielt, ist ein direkter Effekt menschlichen Handelns.
Jetzt hilft nur noch:

  • Sofortiger Ausstieg aus fossilen Energien
  • Investitionen in Klimaanpassung und Infrastruktur
  • Mut zur Wahrheit in der politischen Kommunikation

Das Klima verhandelt nicht. Es reagiert. Und zwar messbar – und unwiderruflich.

Atlantik-Kollaps droht – Europas Wetter vor dem Chaos, während Deutschland über Tempolimit streitet!

Ein Beitrag von

Daniel Mautz

@Daniel Mautz

Kipppunkt vor der Tür und nicht nur Deutschland schaut weg

Eine der wichtigsten Meeresströmungen für unser Klima, die Atlantische Umwälzströmung (AMOC), steht laut neuen Studien unter massivem Stress.

Sie schwächelt bereits deutlich und könnte sich dem Kipppunkt nähern, an dem sie abrupt zusammenbricht.

Das hätte gravierende Folgen für Europas Wetter, den Westafrikanischen Monsun und die Stabilität von Eisschilden.

Die HNA greift diese Gefahr auf, stützt sich dabei auf die bekannte Forschungslage, bleibt aber in der Einordnung vage.

Faktenlage:

  • Die AMOC ist laut Messungen und Modellanalysen so schwach wie seit über 1.000 Jahren nicht
  • Frühwarnsignale deuten auf wachsende Instabilität hin
  • Folgen eines Kollapses: stärkere Winterstürme, Dürren in Afrika, Meeresspiegelanstieg an der US-Ostküste, Abkühlung in Nordeuropa
  • Zeitfenster unsicher, Risiko aber laut Fachleuten „näher als gedacht“

Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung warnt seit Jahren vor dieser Entwicklung. In jüngsten Veröffentlichungen und Vorträgen betont er, dass auch ohne „Totalschalter aus“ bereits eine starke Abschwächung extreme Wetterveränderungen nach sich ziehen kann.

Die aktuelle Natur-Studie des britischen Met Office, die einen Kollaps in diesem Jahrhundert für „unwahrscheinlich“ hält, kritisiert er für ihre verharmlosende Kommunikation. Das Papier selbst zeige deutliche Abschwächung. „Kein Kollaps“ heiße nicht „keine Gefahr“.

Diese Entwicklungen sind keine Klimafolklore. Sie zeigen, wie gefährlich das Warten auf „hundertprozentige Sicherheit“ ist. Die AMOC ist nicht irgendein Wetterphänomen.

Sie ist ein zentrales Element des globalen Klimasystems. Wer jetzt nicht auf schnelles Senken der Emissionen, massiven Ausbau von Erneuerbaren und Klimaanpassung setzt, spielt mit einem Kipppunkt, den wir nicht mehr zurückdrehen können.

Deutschland diskutiert lieber über Tempolimit oder ob Klimaschutz nicht „sozialverträglicher“ verlangsamt werden kann.

Dabei könnte uns ein AMOC-Kollaps Wetterextreme bescheren, die jeden Streit um Heizungen grotesk wirken lassen.

Klingt abstrakt? Das Risiko liegt näher, als viele glauben. Und das Zeitfenster wird kleiner.

https://www.hna.de/welt/kipppunkt-diese-meeresstroemung-entscheidet-ueber-deutschlands-wetter-und-sie-steht-kurz-vor-dem-zr-93871482.html#google_vignette

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Ein Kommentar von

Werner Hoffmann
– Die Welt gibt es nur einmal…..
Die Erde kann auch ohne uns Menschen bestehen…
…eben dann wieder mit Kleinlebewesen und ohne Menschen

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Ich habe schon öfters über die Auswirkungen auf Europa und insbesondere auch auf Deutschland hingewiesen.

Es ist völlig unverständlich, wie alte Männer und eine mittelalterlich denkende Frau Katherina Reiche weiter unseren menschenfreundlichen Planeten zerstören wollen.

Naja, diese alten Menschen denken eben wohl nur an Cash und nicht an die nächsten Generationen.

#Klimakrise #AMOC

#Klimaschutz #ErneuerbareEnergien #Kipppunkt