Ein Beitrag von Werner Hoffmann, Überzeugter demokratischer Europäer. Die AfD verkauft ihr Wahlprogramm als Rettungsplan für Deutschland. Schaut man genauer hin, bleibt von vielen Versprechen wenig übrig. 1. Migration stoppenDie AfD behauptet, weniger Zuwanderung löse Probleme. Tatsächlich braucht Deutschland wegen Demografie und Fachkräftemangel qualifizierte Zuwanderung. Das IAB nennt langfristig rund 400.000 Nettozuwanderung jährlich, damit das Arbeitskräfteangebot stabil bleibt. 2. Asyl verschärfenHärtere Regeln klingen einfach, lösen aber weder Wohnungsnot noch Behördenstau. Wer Integration, Arbeitserlaubnisse und Sprache blockiert, produziert höhere Folgekosten. 3. Raus aus Euro und EU-StrukturenEin Dexit wäre kein Befreiungsschlag, sondern ein Wirtschaftsrisiko. Das IW warnt vor bis zu 690 Milliarden Euro Wertschöpfungsverlust und Millionen gefährdeten Jobs. 4. Atomkraft zurückholenDas klingt nach billiger Energie, ignoriert aber Kosten, Bauzeiten, Sicherheitsrisiken und das ungelöste Endlagerproblem. Zudem dominiert Russland über Rosatom Teile des nuklearen Brennstoffkreislaufs, besonders die Urananreicherung. Neue Atomkraft könnte deshalb neue Abhängigkeiten von Putin schaffen. Erneuerbare lieferten 2025 laut Bundesnetzagentur bereits 58,8 Prozent der Stromerzeugung. 5. Klimaschutz abschaffenDie AfD bestreitet zentrale Klimapolitik. Der wissenschaftliche Stand ist klar: Menschliche Treibhausgase verursachen die Erderwärmung. Klimaschutz zu streichen verschiebt Kosten auf Bürger, Kommunen und kommende Generationen. 6. CO₂-Preis streichenKurzfristig klingt das nach Entlastung. Langfristig fehlen aber Investitionssignale für sparsame Technik, Gebäudesanierung und saubere Industrie. Die Rechnung kommt dann später. 7. Steuern senkenSteuersenkungen ohne solide Gegenfinanzierung bedeuten weniger Geld für Kommunen, Schulen, Pflege, Sicherheit und Infrastruktur. Besonders profitieren oft höhere Einkommen. 8. Bargeld rettenNiemand schafft Bargeld morgen ab. Die Bundesbank betont regelmäßig die Bedeutung von Bargeld. Die AfD macht daraus ein Angstthema. 9. „Leitkultur“ statt VielfaltDas klingt harmlos, kann aber Ausgrenzung bedeuten. Der Staat muss Grundrechte schützen, nicht Menschen nach Herkunft, Religion oder Lebensmodell sortieren. 10. Mehr direkte DemokratieVolksabstimmungen können sinnvoll sein. Gefährlich wird es, wenn komplexe Grundrechtsfragen populistisch zugespitzt werden. Demokratie ist mehr als Mehrheit: Sie braucht Rechtsstaat, Minderheitenschutz und unabhängige Institutionen. Fazit: Das AfD-Programm wirkt einfach, weil es schwierige Probleme auf Feindbilder reduziert. Doch Deutschland braucht Lösungen, keine politischen Scheinmedikamente. #AfD#AfDBund#Faktencheck#Demokratie#Wahlprogramm Hinweis: Die verwendeten Bilder wurden mit künstlicher Intelligenz erstellt. Sie dienen ausschließlich der symbolischen Illustration des Beitrags und zeigen keine realen Szenen oder Dokumente. Beitragsnavigation AfD-Plan im Faktencheck: Was davon wirklich hält Das Volksverdummungsprogramm der AfD