Ein Beitrag von Werner Hoffmann

Wenn Verbraucher im Supermarkt zu Milchreis, Joghurt oder Butter greifen, landen häufig Produkte aus dem Imperium von Theo Müller im Einkaufswagen. Aus einer kleinen bayerischen Molkerei entstand ein internationaler Lebensmittelkonzern. Doch viele Verbraucher stellen sich inzwischen eine unbequeme Frage: Wer finanziert dieses Imperium eigentlich?
Die Antwort ist einfach: Wir alle.
Mit jedem gekauften Joghurt, mit jeder Flasche Milch und mit jedem Dessert landet Geld in den Kassen dieses Konzerns. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie viel Steuern davon tatsächlich in Deutschland gezahlt werden.

Ein zentraler Mechanismus, über den immer wieder diskutiert wird, sind Lizenzgebühren innerhalb eines Konzerns.
Das Prinzip ist einfach: Eine bekannte Marke gehört nicht unbedingt der deutschen Produktionsfirma. Häufig liegt sie bei einer Holding im Ausland. Die deutsche Firma darf diese Marke nutzen – muss dafür aber Lizenzgebühren bezahlen.
Diese Gebühren gelten steuerlich als Betriebsausgaben. Dadurch sinkt der Gewinn, der in Deutschland versteuert werden muss.
Ein stark vereinfachtes Beispiel verdeutlicht den Effekt:
- Gewinn der deutschen Produktionsfirma: 100 Millionen Euro,
- Lizenzzahlungen an eine Auslandsgesellschaft: 99,999999 Millionen Euro,
- verbleibender steuerpflichtiger Gewinn in Deutschland: 1 Euro.

Das Beispiel zeigt, wie stark interne Lizenzzahlungen den steuerpflichtigen Gewinn reduzieren können. Der wirtschaftliche Wert bleibt im Konzern – nur der steuerpflichtige Gewinn verschwindet weitgehend aus Deutschland.
Kritiker bemängeln deshalb, dass Gewinne, die hier erwirtschaftet werden, steuerlich ins Ausland verschoben werden können.
Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Theo Müller hat seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt. Ein Hintergrund dafür war die deutlich geringere Erbschaftsteuerbelastung. Bei einer späteren Unternehmensübertragung an seine Erben könnten dadurch deutlich weniger oder gar keine deutschen Erbschaftsteuern anfallen.

Am Ende bleibt für viele Menschen ein bitterer Eindruck: Wir Verbraucher finanzieren durch unsere Einkäufe ein milliardenschweres Imperium – während der deutsche Staat auf dringend benötigte Steuereinnahmen verzichten muss.
Und es kommt noch ein weiterer Punkt hinzu: Theo Müller unterstützt die #AfD.
Besonders deutlich wurde dies durch eine Entscheidung des Landgerichts Hamburg (Az. 324 O 81/26) vom 24. Februar 2026. In diesem Eilverfahren wollte Theo Müller gerichtlich verbieten lassen, dass die Organisation Campact öffentlich behauptet: „Konzerngründer Theo Müller unterstützt die rechtsextreme AfD.“
Das Gericht lehnte den Antrag auf eine einstweilige Verfügung ab. Damit durfte diese Aussage weiterhin öffentlich verbreitet werden.

Für viele Verbraucher stellt sich deshalb eine einfache Frage: Wollen wir dieses System weiterhin mit unserem Geld unterstützen?
Denn eines ist klar: Unser Einkauf entscheidet mit darüber, welche Unternehmen wir finanzieren – und welche nicht.
#TheoMueller #AfD #Steuergerechtigkeit #Verbrauchermacht #Boykott
Ki-generierte Bilder:
*Mit jedem Einkauf finanzieren Verbraucher das Imperium mit.
**Ein alltägliches Produkt kann Teil eines milliardenschweren Systems sein.
***Aus hohen Umsätzen kann durch Lizenzgebühren ein minimaler steuerpflichtiger Gewinn werden.
****Während Verbraucher zahlen, fließen Werte aus Deutschland ab.
*****Unser Einkauf entscheidet mit, welche Unternehmen wir finanzieren.
