Warum die #Grünen in #BadenWürttemberg so stark sind
Baden-Württemberg gilt seit Jahren als politisches Sondermodell: Während die Grünen bundesweit schwankende Ergebnisse erzielen, sind sie im Südwesten besonders erfolgreich. Doch woran liegt das? Entscheidend ist eine Mischung aus wirtschaftlicher Stärke, hoher Bildungsquote, Innovationsgeist und einem ausgeprägten Umweltbewusstsein. Viele Menschen verbinden Klimaschutz hier nicht mit Verzicht, sondern mit Zukunftschancen für Industrie, Mittelstand und neue Technologien.
Hinzu kommt eine pragmatische Regierungsführung, die auf Stabilität, Dialog und wirtschaftliche Vernunft setzt. Gerade in einem Land mit starken Automobil-, Maschinenbau- und Hightech-Standorten gelingt es den Grünen häufig, ökologische Ziele mit wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit zu verbinden. Auch urbane Zentren, Universitätsstädte und eine aktive Zivilgesellschaft tragen zur konstant hohen Zustimmung bei.
Diese Entwicklung zeigt: Politischer Erfolg entsteht dort, wo Zukunftsfragen glaubwürdig beantwortet werden – zwischen Klimaschutz, Innovation und sozialem Ausgleich.
Genau das zeigt das Live-Format „Fun Facts“, das derzeit durch mehrere deutsche Städte tourt und dabei eine ungewöhnliche Mischung bietet:
aktuelle Themen, verständlich erklärt – und gleichzeitig pointiert, humorvoll und manchmal auch provokant präsentiert.
Wer glaubt, Nachrichten müssten immer trocken, kompliziert und schwer verdaulich sein, erlebt hier einen Abend, der zeigt, dass Information und Lachen sehr wohl zusammenpassen können.
Die Nachfrage nach Tickets ist entsprechend hoch.
In Städten wie Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig oder München werden regelmäßig Shows vor Publikum aufgezeichnet.
Teilweise sind Termine schnell ausverkauft, Zusatzshows werden angekündigt oder kurzfristig nachgelegt.
Viele Besucher berichten von einer besonderen Atmosphäre: Man sitzt nicht nur im Publikum, sondern fühlt sich als Teil einer gemeinsamen Erfahrung, in der spontane Reaktionen, satirische Zuspitzungen und überraschende Perspektiven entstehen.
Gerade diese Mischung macht den Reiz des Formats aus.
Auffällig ist auch, dass hinter dem Projekt kein klassischer Medienkonzern steht.
Vielmehr handelt es sich um ein gemeinschaftlich organisiertes Format von Künstlerinnen und Künstlern, die bewusst neue Wege gehen wollen.
Sie möchten Menschen erreichen, die sich zwar für gesellschaftliche Entwicklungen interessieren, aber von traditionellen Nachrichtenformaten oft nicht angesprochen fühlen.
Humor wird hier gezielt als Brücke genutzt, um komplexe Inhalte verständlicher zu machen, Diskussionen anzustoßen und unterschiedliche Sichtweisen sichtbar zu machen.
Ein Punkt fällt jedoch vielen Interessierten besonders auf:
Die Weltstadt Stuttgart fehlt bislang im Tourplan. Gerade in einer wirtschaftlich starken und kulturell lebendigen Region wäre das Interesse vermutlich groß.
Wenn Ihr noch einen Satirekünstler für Stuttgart sucht, dann meldet Euch.
Vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch dort ein Termin angekündigt wird und die satirische Live-Analyse ihren Weg in den Südwesten findet.
Fest steht:
Wer einen Abend erleben möchte, der gleichzeitig unterhält, informiert und zum Nachdenken anregt, sollte die aktuellen Termine im Blick behalten.
Denn die Mischung aus Live-Atmosphäre, pointierter Analyse und fundierten Fakten sorgt dafür, dass diese Veranstaltungen oft schneller ausverkauft sind, als man erwartet.
Genau darin liegt wohl das Geheimnis dieses Erfolgsformats: Es zeigt, dass Aufklärung, Humor und Gemeinschaft durchaus zusammenpassen können.
Danke Christian Stöcker, Ihr Artikel im Spiegel bringt es auf den Punkt.
Quelle: siehe unten*
Die Kritik an der Energiepolitik der Bundesregierung und insbesondere an der Linie von Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche nimmt zu. Immer mehr Unternehmen warnen davor, dass politische Entscheidungen die Energiewende bremsen und damit auch den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährden könnten.
Auslöser ist ein Appell zahlreicher Unternehmen, die eine klarere und verlässlichere Energiepolitik fordern. Ihrer Ansicht nach droht Deutschland beim Ausbau erneuerbarer Energien an Tempo zu verlieren. Gerade für Industrieunternehmen sei jedoch entscheidend, dass Energie langfristig bezahlbar, klimafreundlich und zuverlässig verfügbar ist.
Unternehmen benötigen vor allem Planungssicherheit. Investitionen in neue Anlagen, Wasserstofftechnologien oder klimaneutrale Produktionsprozesse laufen oft über Jahrzehnte. Wenn politische Rahmenbedingungen unsicher werden oder der Ausbau von Wind- und Solarenergie ins Stocken gerät, kann das Investitionen in andere Länder verlagern.
Viele Firmen sehen deshalb eine zentrale wirtschaftliche Frage: Bleibt Deutschland ein führender Industriestandort der Energiewende – oder verliert das Land an Dynamik, während andere Staaten massiv in erneuerbare Energien investieren?
Denn eines ist klar: Strom aus Wind und Sonne wird weltweit immer günstiger. Gleichzeitig steigen die Risiken fossiler Energie durch geopolitische Abhängigkeiten und Preisschwankungen.
Deutschland steht damit energiepolitisch an einem Wendepunkt. Die kommenden Entscheidungen werden darüber bestimmen, wo künftig Fabriken entstehen, wo Innovation stattfindet und wo Arbeitsplätze geschaffen werden.
Ich gehöre zu keiner Partei, bin aber überzeugter demokratischer Europäer.
Und das beinhaltet auch, dass ich als Demokrat nicht für eine Monokontrolle der fossilen Energielobby oder Energiekonzerne bin, sondern auch für erneuerbare Energie einstehe, die durch Verbraucher und kommunale Unternehmen selbst gewonnen wird.
Denn bei erneuerbarer Energie fängt Demokratie erst richtig an.
Es ist völlig nachvollziehbar, dass
Gas- und Ölkonzerne,
Tankstellenlobby,
Energiekonzerne,
Verbrennerhersteller,
Kfz-Verbrenner-Werkstätten,
Verbrennerzulieferer
ihren Absatzweg möglichst ausschließlich für sich behalten wollen.
Aber die Zeit des AlteDeutscheMännerSyndrom (#ADMS) muss vorbei sein.
Ansonsten schaffen wir unsere eigene Lebensgrundlage ab.
Alle rufen nach Bürokratieabbau. Besonders laut CDU und FDP – unterstützt von der AfD. Die Botschaft lautet immer wieder: Wir müssen der Wirtschaft wieder mehr vertrauen. Weniger Kontrolle, weniger Dokumentation, weniger staatliche Eingriffe.
Doch genau hier beginnt ein gefährlicher Irrtum.
Denn ein moderner Rechtsstaat funktioniert nicht nur durch Vertrauen. Er funktioniert durch klare Regeln und überprüfbare Standards.
Viele Gesetze, die heute von CDU, FDP und AfD als „übertriebene Bürokratie“ bezeichnet werden, sind nicht aus ideologischer Lust an Vorschriften entstanden. Sie sind die Konsequenz aus Skandalen und Krisen.
Finanzkrise. Dieselskandal. Lebensmittelskandale.
Immer wieder zeigte sich: Wenn Kontrolle fehlt, entstehen massive Schäden – für Verbraucher, Arbeitnehmer und die Gesellschaft.
Ein Beispiel ist der Mindestlohn. Dokumentationspflichten über Arbeitszeiten gelten vielen Politikern als bürokratische Belastung. Doch ohne diese Nachweise kann kaum überprüft werden, ob Arbeitnehmer korrekt bezahlt werden.
Weniger Dokumentation bedeutet deshalb nicht nur weniger Bürokratie. Es bedeutet auch weniger Kontrolle über mögliche Ausbeutung.
Ähnlich verhält es sich beim Umweltschutz. Genehmigungsverfahren prüfen Emissionen, Lärmbelastung, Grundwasser oder Schadstoffe. Werden solche Prüfungen verkürzt oder abgeschwächt, können Risiken entstehen, die später teuer für Gesellschaft und Umwelt werden.
Die Formel „Vertrauen statt Kontrolle“, die CDU und FDP häufig verwenden und die von der AfD gerne übernommen wird, klingt freundlich und wirtschaftsnah. In der Realität kann sie jedoch dazu führen, dass wichtige Schutzmechanismen verschwinden.
Kontrolle ist kein Ausdruck von Misstrauen gegenüber ehrlichen Unternehmen. Sie schützt gerade jene Betriebe, die sich an Regeln halten – und verhindert, dass schwarze Schafe Wettbewerbsvorteile erhalten.
Ein funktionierender Rechtsstaat braucht Vertrauen – aber ebenso klare Regeln und wirksame Kontrolle.
Während die großen Automobilkonzerne längst Milliarden in Elektrofahrzeuge investieren, halten sich zwei Männer an fossile Leitplanken fest:
Friedrich Merz und Markus Söder.
Beide geben sich als Verteidiger der „Technologieoffenheit“ – doch hinter dieser Fassade steckt vor allem eines: ein Bekenntnis zur fossilen Lobby, die ihre Profite retten will.
Das Verbrenner-Aus ab 2035
Die EU hat beschlossen:
Ab 2035 dürfen Neuwagen mit Verbrennungsmotor nicht mehr verkauft werden, wenn sie CO₂ emittieren.
Ausnahmen sind nur für Fahrzeuge vorgesehen, die mit sogenannten klimaneutralen E-Fuels betrieben werden können – eine Nischentechnologie, die weder bezahlbar noch skalierbar ist.
Für die breite Masse ist die Richtung klar: Elektroautos.
Merz und Söder auf Seiten der Fossilen
Doch Merz und Söder kämpfen gegen diese Weichenstellung.
Söder spricht von einem „ideologischen Zwang“ und will das Verbrenner-Aus in Brüssel kippen.
Merz wiederum inszeniert sich als Anwalt der deutschen Autoindustrie, obwohl diese längst Elektroplattformen entwickelt und Milliarden investiert hat.
Ihre Positionen wirken wie aus der Zeit gefallen – ein Rückzugsgefecht der fossilen Lobby.
Die Argumentationsmuster
Technologieoffenheit: klingt modern, ist aber ein Codewort für „weiter Verbrenner verkaufen“.
E-Fuels als Ausweg: ein Milliardengrab, das eher für die Luftfahrt relevant ist als für Pkw.
Arbeitsplätze sichern: ein vorgeschobenes Argument – die Automobilindustrie selbst investiert längst in Batteriefabriken und Ladeinfrastruktur.
Warum diese Haltung gefährlich ist
Mit ihrem Widerstand bremsen Merz und Söder nicht nur die Klimapolitik, sondern auch die deutsche Wirtschaft.
Während Tesla, BYD und andere Hersteller global aufholen, riskieren CDU und CSU, dass Deutschland seine Technologieführerschaft verspielt.
Statt den Wandel aktiv zu gestalten, stellen sie sich in den Dienst einer Vergangenheit, die auf Öl, Gas und fossile Gewinne setzt.
Die fossilen Netzwerke dahinter
Es ist kein Zufall, dass CDU und CSU seit Jahren enge Kontakte zu Autolobby, Mineralölwirtschaft und Verbänden wie
– INSM,
– MIT
– und Wirtschaftsrat pflegen.
Parteispenden, Vorträge und Posten im Umfeld der Industrie sichern den Draht zur Politik.
Wer von „Technologieoffenheit“ redet, bedient in Wahrheit die Kassen dieser Netzwerke.
Resümee
Merz und Söder präsentieren sich als Modernisierer, sind aber in Wahrheit Fossilgetriebene.
Ihr Kampf gegen das Verbrenner-Aus zeigt:
Sie handeln nicht im Sinne von Bürgern, Klimaschutz und Innovationskraft, sondern im Interesse der fossilen Lobby.
Ein Kurs, der Deutschland teuer zu stehen kommen wird – ökologisch, ökonomisch und politisch.
Übrigens:
Es gibt jetzt schon Länder, die uns das Verbrenner-Aus vormachen.
Katherina Reiche ist das Sinnbild einer Politikerin, die fossile Interessen nicht nur duldet, sondern ihnen den roten Teppich ausrollt.
Ihr Karriereweg ist ein Paradebeispiel dafür, wie eng Politik und Energiewirtschaft verflochten sind – und wie wenig Distanz zwischen Macht und Lobby übrig bleibt.
Während Deutschland mit der 2%-Ausrede versagt, überholt Peking die Welt beim Klimaschutz! Und Reiche will noch mehr Gas nutzen! Die Lobbytante der Gaslobby – KI-generiert
Erst Bundestagsabgeordnete, dann Parlamentarische Staatssekretärin im Umwelt- und Verkehrsministerium.
2015 folgte der Wechsel in die Wirtschaft:
Chefin beim Verband kommunaler Unternehmen (VKU),
danach an die Spitze von Westenergie.
Und 2025 der große Schritt zurück – als Bundeswirtschaftsministerin im Kabinett Merz.
Das Perfide:
Schon damals wurde diskutiert, ob solche Seitenwechsel mit Karenzzeiten gebremst werden müssten.
Katherina Reiche NICHT bei LinkedIn und meidet eigene SocialMediaKanäle?
Ein Tag nach Reiches Austritt aus der Politik kam die Debatte über eine einjährige Ruhezeit auf.
Doch sie wechselte trotzdem direkt – und heute gestaltet sie wieder Gesetze, die den Energiemarkt prägen.
Katherina Reiche dreht am Gas-Lobby-Rad (ki-generiert) Satire oder Sarkasmus?
10 Indizien, wie Reiche fossile Energien stärkt und Bürgerenergie ausbremst:
Abschaffung fester Einspeisevergütungen für Photovoltaik – ein Schlag gegen Planungssicherheit, besonders für kleine Bürgerenergieprojekte.
Fokus auf Gaskraftwerke – verkauft als Versorgungssicherheit, tatsächlich ein Türöffner für neue fossile Abhängigkeiten.
Ausbremsen von Offshore-Windparks, indem Förderungen und Ausschreibungen eingeschränkt werden.
Kürzungen bei Programmen für erneuerbare Energien, die vor allem kommunale Initiativen treffen.
Das „Realismus“-Narrativ – rhetorisch geschickt, inhaltlich aber ein Deckmantel, um ambitionierte Klimaziele kleinzureden.
Drehtür-Effekt: Von der Politik in die Energiewirtschaft und zurück – mit mächtigen Netzwerken im Gepäck.
Förderungen und Steuererleichterungen für Gasprojekte, während Bürgerenergie keine vergleichbaren Vorteile erhält.
Signalwirkung an Investoren: Wer in fossile Technologien investiert, bekommt mehr Planungssicherheit als bei Erneuerbaren.
Weniger Regulierung, mehr Aktivierung – klingt modern, entlastet aber vor allem fossile Großkonzerne.
Schöngerechnetes Monitoring – Fortschritte werden betont, während tatsächliche Ausbauziele für Wind und Solar verwässert werden.
Was bedeutet das?
Reiche spricht von „Standortschutz“, „Versorgungssicherheit“ und „Bezahlbarkeit“.
Aber hinter diesen Worten steckt eine Politik, die fossile Energien stärkt und die bürgergetragene Energiewende schwächt.
Ihr Vorgehen ist nicht laut oder aggressiv – sondern leise, technokratisch und effizient.
Gerade dadurch ist sie so gefährlich:
Während Bürgerenergie-Initiativen kämpfen, werden Milliarden in Gasprojekte verschoben.
Reiche steht damit exemplarisch für die perfide Logik der Fossil-Ideologen:
Carsten Linnemann ist heute CDU-Generalsekretär – und einer der wichtigsten Stichwortgeber für die fossile Lobby.
Er gilt als „bodenständig“ und „wirtschaftsnah“.
Übersetzt heißt das:
Er sagt genau das, was Konzernchefs hören wollen – und bremst überall dort, wo echte Klimapolitik unbequem wird.
Schon als Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU war Linnemann eng vernetzt mit den klassischen Industrien:
– Automobil,
– Chemie,
– Energie.
Dort fand er sein Publikum – und übernahm deren Argumente fast wortgleich. Klimaschutz?
Ja, aber bitte nicht, wenn es „zu teuer“ wird.
Energiewende? Ja, aber nur „realistisch“ – also im Tempo der fossilen Konzerne.
1. Bremser beim Kohleausstieg
Linnemann warnte jahrelang vor einem „zu schnellen Ausstieg“ und verteidigte Arbeitsplätze in der Kohle – während die Klimakosten explodierten.
2. Gegner ambitionierter Klimaziele
Immer wieder stellt er die Frage, „ob Deutschland Vorreiter sein muss“. Damit liefert er das klassische Narrativ der fossilen Lobby: lieber abwarten, als selbst handeln.
3. Nähe zur Auto-Lobby
Ob Verbrenner oder Diesel-Skandal – Linnemann war einer der lautesten Verteidiger der deutschen Autoindustrie. Innovation? Ja, aber erst, wenn die Konzerne bereit sind.
4. Ablehnung strenger Regulierung
Ob CO₂-Bepreisung oder strengere Grenzwerte – Linnemann mahnt vor „zu viel Bürokratie“. In Wahrheit: ein Freibrief für fossile Verschmutzer.
5. Das Märchen von der Überforderung
Sein Lieblingsargument: „Die Bürger dürfen nicht überfordert werden.“ Klingt sozial – in der Praxis bedeutet es, dass Konzerne weiter fossile Profite einfahren, während die Klimakosten von allen getragen werden.
6. Fossile Erzählungen in Talkshows
In jeder Talkshow wiederholt Linnemann die Narrative der fossilen Lobby: Deutschland dürfe sich nicht „kaputtregulieren“, Klimaschutz sei „Wohlstandsgefährdung“.
Was bleibt?
Carsten Linnemann verkauft sich als Anwalt der kleinen Leute.
In Wahrheit ist er Anwalt der fossilen Großindustrie.
Er verteidigt deren Strukturen, blockiert ambitionierte Klimapolitik und sorgt dafür, dass Deutschland im Schneckentempo vorankommt.
Das perfide daran:
Er verpackt fossile Lobbyinteressen in freundliche Worte wie „Realismus“ und „Standortschutz“.
Es ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel, warum noch jemand die FDP wählt.
Über Jahre hinweg hat die FDP – gemeinsam mit CDU und CSU – konsequent Politik im Sinne der fossilen Lobby gemacht. Klimaschutzmaßnahmen wurden abgeschwächt, verzögert oder blockiert. Während andere Länder längst massiv in erneuerbare Energien investieren, verteidigt die FDP immer wieder alte Geschäftsmodelle aus dem fossilen Zeitalter.
Doch mindestens genauso irritierend ist ein anderes Narrativ der FDP: Sie stellt sich gerne als Partei der Selbstständigen und des Mittelstands dar. Besonders häufig geschieht das über den Unternehmerverband „Die Familienunternehmer“.
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Auf den ersten Blick klingt das beeindruckend. Der Name suggeriert eine große Vertretung der deutschen Familienbetriebe. Doch ein Blick auf die Zahlen zeigt ein völlig anderes Bild.
In Deutschland gibt es mehrere Millionen Familienunternehmen – vom Handwerksbetrieb über kleine Dienstleister bis hin zu mittelständischen Industriebetrieben. Im Verband „Die Familienunternehmer“ organisiert sind jedoch lediglich etwa 0,2 % aller Familienunternehmen.
Das bedeutet im Umkehrschluss: 99,8 % der Familienunternehmen gehören diesem Verband gar nicht an.
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Warum ist das so?
Ganz einfach: Dieser Verband ist keine Interessenvertretung für die breite Masse der Selbstständigen. Er repräsentiert vor allem die Interessen der sehr großen und sehr vermögenden Familienunternehmen.
Zu den prominenten Namen aus diesem Umfeld zählen beispielsweise Unternehmerfamilien hinter großen Handels- oder Markenunternehmen wie Schwarz (Lidl/Kaufland), Rossmann, Knorr oder Müller.
Diese Konzerne sind wirtschaftlich extrem einflussreich und verfügen über enorme politische Reichweite. Wenn also die FDP über den Verband „Die Familienunternehmer“ spricht, dann spricht sie faktisch für einen winzigen, aber wirtschaftlich sehr mächtigen Teil der Unternehmenslandschaft.
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Der typische Selbstständige in Deutschland sieht jedoch ganz anders aus.
Er betreibt einen Handwerksbetrieb, eine kleine Firma, ein Ingenieurbüro, ein Restaurant oder ein Dienstleistungsunternehmen. Viele kämpfen mit steigenden Energiekosten, Bürokratie, Fachkräftemangel und unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven.
Diese Realität hat mit den Interessen milliardenschwerer Unternehmerdynastien nur sehr wenig zu tun.
Wenn die FDP also behauptet, sie vertrete „die Familienunternehmer“, dann entsteht ein Bild, das mit der tatsächlichen Struktur der deutschen Wirtschaft nur wenig gemeinsam hat.
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Die Wahrheit ist: Die überwältigende Mehrheit der Selbstständigen in Deutschland wird von diesem Verband überhaupt nicht vertreten.
Und genau deshalb bleibt für viele Menschen eine einfache Frage offen:
Warum wählen eigentlich noch Menschen eine Partei, die vor allem die Interessen der wirtschaftlich Mächtigsten vertritt?
Nach Friedrich Merz, Jens Spahn, Katherina Reiche, Markus Söder und Carsten Linnemann wird klar:
Es handelt sich nicht um Einzelpersonen mit zufälligen Positionen, sondern um ein Netzwerk der fossilen Verteidiger.
Alle nutzen unterschiedliche Rollen: Merz – der Strippenzieher mit BlackRock-Hintergrund.
Friedrich Merz Herunterspielen der Aktivitäten um nichts zu tun. Klimawandel ist ihm egal, Hauptsache BlackRock und die fossile Lobby. (ki-generiert).
Spahn – der „Realist“, der Klimaziele kleinredet. Reiche – die Drehtür-Politikerin zwischen Energiekonzernen und Ministerium.
Söder – der Populist, der Schlagzeilen wichtiger nimmt als Fakten. Linnemann – der Lobby-Übersetzer, der fossile Argumente in bürgernahe Worte verpackt.
Doch zusammen ergibt das ein Machtgefüge, das fossile Strukturen stabilisiert.
1. Gemeinsame Narrative
Ob „Realismus“, „Technologieoffenheit“ oder „Standortschutz“ – die Schlagworte ähneln sich bis ins Detail. Es sind Codes, die nach Vernunft klingen, aber in Wahrheit die Energiewende verzögern.
2. Einheitliche Lobby-Verbindungen
Alle fünf sind – direkt oder indirekt – mit Thinktanks, Verbänden oder Konzernen vernetzt, die Milliarden in Öl, Gas und Kohle investiert haben. Diese Netzwerke sichern Einfluss auf Gesetzgebung und öffentliche Debatten.
3. Strategisches Spiel mit der Angst
„Überforderung der Bürger“, „Gefährdung des Wohlstands“, „Jobverlust“ – das sind die Narrative, die immer wieder auftauchen. Sie verschieben die Debatte weg von Lösungen und hin zu Ängsten.
4. Politische Machtpositionen
Merz als CDU-Chef, Reiche als Wirtschaftsministerin, Linnemann als Generalsekretär, Söder als CSU-Chef, Spahn als einflussreicher Strippenzieher – sie sitzen an entscheidenden Hebeln.
5. Konsequenz für Deutschland
Dieses Netzwerk sorgt dafür, dass erneuerbare Bürgerenergie-Initiativen gebremst, Klimaziele relativiert und fossile Gewinne verlängert werden. Während Bürger über steigende Preise klagen, sichern sich Konzerne noch ein paar Jahre Milliardengewinne.
Was bleibt?
Die Fossil-Ideologen sind keine Einzelkämpfer, sondern ein perfides Kollektiv. Sie reden von Verantwortung, Heimat und Sicherheit – doch ihr Handeln bedeutet Stillstand, Abhängigkeit und Klimakrise.
Und genau das macht sie so gefährlich: Sie brauchen keinen offenen Kampf gegen Windräder oder Solaranlagen. Es reicht, wenn sie die Debatte verschieben, Zweifel säen und Gesetze verzögern.
So wird das 21. Jahrhundert zur Spielwiese für die Fossilelobby – und die Zukunft einer ganzen Generation aufs Spiel gesetzt.
Wenn es einen Politiker gibt, der wie ein Chamäleon die Farben wechselt, dann ist es Markus Söder. Mal der grüne Bäumepflanzer, der im Trachtenjanker von Nachhaltigkeit schwärmt. Mal der harte Bremser, der Windräder verhindert, Bürgerinitiativen gegen erneuerbare Projekte bestärkt und das Verbrenner-Aus verteufelt.
Söder ist das perfekte Beispiel für eine Politik, die sich nicht an Fakten, sondern an Schlagzeilen orientiert. Klimakrise? Nebensache. Hauptsache: Applaus am Stammtisch und Schlagzeilen in der „Bild“-Zeitung.
1. Anti-Windkraft-Politik
Mit der berüchtigten 10H-Regel hat Söder die Windkraft in Bayern fast zum Erliegen gebracht. Ein einziges Windrad pro Jahr – während die Klimaziele kollabieren. Die 10H-Regel wird ganz unten erklärt.
2. Fossile Infrastruktur gestützt
Statt auf Speicher und Netze zu setzen, redet Söder von Gaskraftwerken und Technologieoffenheit – ein Codewort für: „Lasst uns mit Fossilen weitermachen.“
3. Angriff auf Klimabewegung
Fridays for Future? Söder nennt sie „naiv“ und „ideologisch“. Die Realität: Millionen Jugendliche haben mehr Weitblick als der CSU-Chef.
4. Verbrenner-Mythos
Er wettert gegen das EU-Verbrenner-Aus und verkauft die Mär, Bayern werde zur „Auto-Wüste“. In Wahrheit schützt er nur die fossile Auto-Lobby.
5. Opportunismus pur
2018 posierte Söder als „Klimaretter“ mit Baumsetzlingen. 2021 wetterte er gegen Solardächer auf Neubauten. Heute spricht er wieder von „Klimaschutz, aber realistisch“. Sein Kompass? Nicht das Klima, sondern die nächste Wahl.
6. Söders Doppelrolle
Er inszeniert sich als Landesvater, der angeblich alle Bürger schützt – tatsächlich schützt er nur Konzerne und fossile Milliardengeschäfte.
Was bleibt?
Markus Söder steht für eine Politik, die das Klima instrumentalisiert, aber nicht schützt. Er blockiert den Ausbau der Erneuerbaren, schwächt Bürgerenergie-Initiativen und verteidigt die fossile Vergangenheit.
Das Harte daran: Jeder verlorene Monat bremst die Energiewende und verschärft die Krise. Söder verkauft das als „bayerischen Realismus“. In Wahrheit ist es ein Verrat an kommenden Generationen.
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Was ist die 10H-Regel?
Die 10H-Regel ist ein bayerisches Gesetz, das 2014 unter der CSU-Regierung von Horst Seehofer eingeführt und von Markus Söder später vehement verteidigt wurde.
Inhalt der 10H-Regel:
Ein Windrad darf nur dann gebaut werden, wenn der Abstand zu Wohnhäusern mindestens das Zehnfache der Gesamthöhe der Anlage beträgt. Beispiel: Ist ein Windrad 200 Meter hoch, muss der Abstand zu Wohnhäusern mindestens 2.000 Meter betragen.
Folge:
Praktisch hat die 10H-Regel den Bau neuer Windräder in Bayern fast vollständig zum Erliegen gebracht. Vor 2014 wurden in Bayern regelmäßig dutzende neue Windräder genehmigt, nach Einführung der Regel waren es oft nur noch 1–2 pro Jahr. Kritiker sagen: Das war ein politisches Manöver der CSU, um Widerstand vor Ort zu bedienen – de facto aber ein Klimabremser-Gesetz.