Unternehmen schlagen Alarm – Kritik an Energiepolitik von Katharina Reiche wächst

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann.

Danke Christian Stöcker, Ihr Artikel im Spiegel bringt es auf den Punkt.

Quelle: siehe unten*

Die Kritik an der Energiepolitik der Bundesregierung und insbesondere an der Linie von Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche nimmt zu. Immer mehr Unternehmen warnen davor, dass politische Entscheidungen die Energiewende bremsen und damit auch den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährden könnten.

Auslöser ist ein Appell zahlreicher Unternehmen, die eine klarere und verlässlichere Energiepolitik fordern. Ihrer Ansicht nach droht Deutschland beim Ausbau erneuerbarer Energien an Tempo zu verlieren. Gerade für Industrieunternehmen sei jedoch entscheidend, dass Energie langfristig bezahlbar, klimafreundlich und zuverlässig verfügbar ist.

Unternehmen benötigen vor allem Planungssicherheit. Investitionen in neue Anlagen, Wasserstofftechnologien oder klimaneutrale Produktionsprozesse laufen oft über Jahrzehnte. Wenn politische Rahmenbedingungen unsicher werden oder der Ausbau von Wind- und Solarenergie ins Stocken gerät, kann das Investitionen in andere Länder verlagern.

Viele Firmen sehen deshalb eine zentrale wirtschaftliche Frage:
Bleibt Deutschland ein führender Industriestandort der Energiewende – oder verliert das Land an Dynamik, während andere Staaten massiv in erneuerbare Energien investieren?

Denn eines ist klar: Strom aus Wind und Sonne wird weltweit immer günstiger. Gleichzeitig steigen die Risiken fossiler Energie durch geopolitische Abhängigkeiten und Preisschwankungen.

Deutschland steht damit energiepolitisch an einem Wendepunkt. Die kommenden Entscheidungen werden darüber bestimmen, wo künftig Fabriken entstehen, wo Innovation stattfindet und wo Arbeitsplätze geschaffen werden.

Ich gehöre zu keiner Partei, bin aber überzeugter demokratischer Europäer.

Und das beinhaltet auch, dass ich als Demokrat nicht für eine Monokontrolle der fossilen Energielobby oder Energiekonzerne bin, sondern auch für erneuerbare Energie einstehe, die durch Verbraucher und kommunale Unternehmen selbst gewonnen wird.

Denn bei erneuerbarer Energie fängt Demokratie erst richtig an.

Es ist völlig nachvollziehbar, dass

  • Gas- und Ölkonzerne,
  • Tankstellenlobby,
  • Energiekonzerne,
  • Verbrennerhersteller,
  • Kfz-Verbrenner-Werkstätten,
  • Verbrennerzulieferer

ihren Absatzweg möglichst ausschließlich für sich behalten wollen.

Aber die Zeit des AlteDeutscheMännerSyndrom (#ADMS) muss vorbei sein.

Ansonsten schaffen wir unsere eigene Lebensgrundlage ab.

#Energiewende #ErneuerbareEnergien #Energiepolitik #Deutschland #ADMS

Artikeluelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/energiewende-unternehmen-kritisieren-energiepolitik-von-katharina-reiche-scharf-a-a1825cf7-a4eb-48aa-84f1-a2bf8b1163dd

Kapitel 6a – Teil 9 ; Die perfiden Fossil-Ideologen, – Carsten Linnemann: Wirtschaftslobby statt Klimaschutz

Ein Beitrag von

Werner Hoffmann

Carsten Linnemann ist heute CDU-Generalsekretär – und einer der wichtigsten Stichwortgeber für die fossile Lobby.

Er gilt als „bodenständig“ und „wirtschaftsnah“.

Übersetzt heißt das:

Er sagt genau das, was Konzernchefs hören wollen – und bremst überall dort, wo echte Klimapolitik unbequem wird.

Schon als Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU war Linnemann eng vernetzt mit den klassischen Industrien:

– Automobil,

– Chemie,

– Energie.

Dort fand er sein Publikum – und übernahm deren Argumente fast wortgleich. Klimaschutz?

Ja, aber bitte nicht, wenn es „zu teuer“ wird.

Energiewende? Ja, aber nur „realistisch“ – also im Tempo der fossilen Konzerne.

1. Bremser beim Kohleausstieg

Linnemann warnte jahrelang vor einem „zu schnellen Ausstieg“ und verteidigte Arbeitsplätze in der Kohle – während die Klimakosten explodierten.

2. Gegner ambitionierter Klimaziele

Immer wieder stellt er die Frage, „ob Deutschland Vorreiter sein muss“. Damit liefert er das klassische Narrativ der fossilen Lobby: lieber abwarten, als selbst handeln.

3. Nähe zur Auto-Lobby

Ob Verbrenner oder Diesel-Skandal – Linnemann war einer der lautesten Verteidiger der deutschen Autoindustrie. Innovation? Ja, aber erst, wenn die Konzerne bereit sind.

4. Ablehnung strenger Regulierung

Ob CO₂-Bepreisung oder strengere Grenzwerte – Linnemann mahnt vor „zu viel Bürokratie“. In Wahrheit: ein Freibrief für fossile Verschmutzer.

5. Das Märchen von der Überforderung

Sein Lieblingsargument: „Die Bürger dürfen nicht überfordert werden.“ Klingt sozial – in der Praxis bedeutet es, dass Konzerne weiter fossile Profite einfahren, während die Klimakosten von allen getragen werden.

6. Fossile Erzählungen in Talkshows

In jeder Talkshow wiederholt Linnemann die Narrative der fossilen Lobby: Deutschland dürfe sich nicht „kaputtregulieren“, Klimaschutz sei „Wohlstandsgefährdung“.

Was bleibt?

Carsten Linnemann verkauft sich als Anwalt der kleinen Leute.

In Wahrheit ist er Anwalt der fossilen Großindustrie.

Er verteidigt deren Strukturen, blockiert ambitionierte Klimapolitik und sorgt dafür, dass Deutschland im Schneckentempo vorankommt.

Das perfide daran:

Er verpackt fossile Lobbyinteressen in freundliche Worte wie „Realismus“ und „Standortschutz“.

Doch unter dem Strich heißt es:

Klimaschutz verschieben, Bürgerenergie bremsen, fossile Gewinne sichern.

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